Während für die Erstellung von Animationen auf Webseiten im Internet in der Regel JavaScript, jQuery oder HTML5 und CSS3 zum Einsatz kommen, ist dies in aufwendigen 3D-Spielen noch einmal etwas ganz anderes. Denn dort geht es nicht darum, Elemente auf einer Webseite hin und her zu bewegen, sondern darum, ein 3D-Modell durch die Spielwelt zu steuern.

Zu diesem Zweck nutzen die Entwickler solcher Spieler zumeist 3D-Programme wie Autodesk Maya, AutRelated imageodesk 3ds Max oder auch die frei erhältliche Blender-Software für die Erstellung der 3D-Modellen in dem jeweiligen Spiel. In diesen Programmen werden die Modelle, der im Spiel zu findenden Figuren, mithilfe von Polygonen erstellt und im Anschluss daran mit physikalischen Eigenschaften versehen. Diese Eigenschaften sind später dafür verantwortlich, dass sich bestimmte Körperteile beim Animationsvorgang auch realistisch verhalten. Aus diesem Grund werden die fertigen Modelle vor dem Animieren mit Bones versehen, welche im Prinzip die menschlichen Gelenke darstellen.

Danach geht es an die Animationen der Figuren und dies ist mitunter ein riesiger Aufwand. Sämtliche Bewegungen, welche eine Figur in einem Spiel später ausführen soll, müssen in einzelnen Schritten in einem 3D Programm erstellt werden. Hierbei werden sämtliche Bewegungen, durch das Bewegen der Körperteile einer Figur, Schritt für Schritt erstellt. Im Anschluss lassen sich diese in Ihrer Geschwindigkeit zudem leicht verändern, größere Ungereimtheiten müssen allerdings, oftmals in Feinarbeit, behoben werden.

Denn schließlich sollen die Animationen der Figuren in einem Spiel sowohl flüssig ablaufen als auch so realistisch wie möglich wirken, damit die Spieler den bestmöglichen Eindruck erhalten. Wieviel Arbeit jedoch hinter diesen ganzen Bewegungen steckt, das wissen nur die wenigsten Spieler wirklich zu schätzen. Das wohl auch deswegen, weil die Animationen in einem Videospiel sich gänzlich von den Animationen unterscheiden, welche sich beispielsweise auf den Webseiten im Internet finden lassen. Wer das erste Mal selbst ein Programm wie Blender oder 3ds Max öffnet, dem wird dies auch recht schnell klar werden.